Henrichenburg war eine Reise wert

Eine Besichtigung von Schleusen und Schiffshebewerken, eine Pumpenausbildung, Rettungsübungen am Wasser, Treideln, Fahren auf dem Wasser in Zusammenarbeit mit der DLRG, eine Technische Hilfeleistung für die Polizei, ein Besuch im Museum und auf dem Wasserspielplatz. Was im ersten Moment vielleicht nicht danach aussieht als wäre es eine Aufzählung von Ereignissen die sonderlich gut zusammen passen würden, oder sogar alle an einem Samstag am gleichen Ort stattfinden könnten, stellt die Kurzfassung eines ereignisreichen gemeinsamen Dienstes des Technischen Zuges (TZ) und der Jugendgruppe des THW Balve dar.

Bei der standortverlagerten Ausbildung am 14.09.2019 in Henrichenburg drehte sich alles ums Arbeiten an und auf dem Wasser. Aber der Reihe nach. Für die Bergungsgruppen und die Fachgruppe Wassergefahren war eine gemeinsame Ausbildung für diesen Tag schon seit längerem vorgesehen, die Wahl des Ortes fiel aber erst spät eher zufällig auf Henrichenburg, wo der Dortmund-Ems-Kanal an den Datteln-Hamm-Kanal grenzt. Die Jugendgruppe hatte im Verlauf ihres Pfingstzeltlagers in diesem Jahr bereits einen Ausflug nach Henrichenburg unternommen, mit der Besichtigung des als Technikmuseum erhalten gebliebenen alten Schiffshebewerks hatte es aber nicht mehr so richtig geklappt. Eine gute Gelegenheit also das Versäumte nachzuholen.

Um möglichst viel Zeit an und auf dem Wasser verbringen zu können, ging es bereits um 8:00 Uhr morgens an der Unterkunft in Balve los. Bis die Fahrzeugkolonne das Gelände oberhalb der alten Schleuse erreicht hatte, das Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) im Oberwasser eingesetzt und die Örtliche Einweisung abgeschlossen war, vergingen allerdings bereits zwei Stunden.

Während nun ein Teil der Helfer des TZ direkt mit der Fahrausbildung begannen, fand gleichzeitig in zwei Gruppen eine Ausbildung an den Tauchpumpen und der Schmutzwasserkreiselpumpe statt. Auch die Grundausbildungsgruppe und ein Teil der älteren Jugendlichen, die noch für ihre nächste Abnahme des Leistungsabzeichens üben wollten, nahmen daran teil. Der Rest der Jungendgruppe brach nun zu einem Rundgang über das weitläufige Gelände auf um die alte und die neue Schleuse, die Sparbecken, den Hafen und das neue Hebewerk zu erkunden.

Zum Mittagessen kamen alle wieder oberhalb der alten Schleuse zusammen, anschließend ging es in drei Gruppen weiter. Manuelle Fortbewegung mit dem Boot, Fortsetzung der Pumpenausbildung für die Grundausbildung und Besuch der Ausstellungshalle und des Museums für die Jugendlichen.

Am Nachmittag tauchte dann plötzlich eine Gruppe der DLRG auf um ihr Boot an der gleichen Stelle zu Wasser zu lassen, der Beginn einer guten Zusammenarbeit. Zu dieser Zeit war das MzAB bereits auf dem Kanal in Richtung Dortmund unterwegs und die Besatzung wurde von Passanten auf einen Tierkadaver im Wasser aufmerksam gemacht. Die hinzugerufene Polizei übernahm die Entsorgung, die Bootsbesatzung konnte allerdings bei der Suche nach dem toten Vogel unterstützen.

Die Rückkehr des MzABs am späten Nachmittag wurde bereits erwartet, die Grundausbildungsgruppe hatte ihre Ausbildung an den Pumpen erfolgreich beendet und die Jugendgruppe kam kurz darauf ebenfalls vom museumseigenen Wasserspielplatz zurück. Nun standen kleinere gemeinsame Übungen an, bei denen unter anderem vermisste Personen im Uferbereich gesucht und gerettet werden sollten. Dabei wurden z.B. Rettungstrupps vom Boot am Ufer abgesetzt um eine Übungspuppe an Bord zu holen. Als auch diese anstrengenden Aktionen abgeschlossen waren, mussten die Helfer sich leider schon ans Aufladen begeben. Kurz darauf trat dann die Kolonne den Heimweg an.

An dieser Stelle noch mal Danke an alle die am Donnerstag so fleißig beim Aufladen geholfen haben so dass wir am Samstag direkt starten konnten. Außerdem möchten wir uns ganz herzlich beim DLRG für die gute Zusammenarbeit bedanken und natürlich auch für die Grillwürsten.

Newsdatum:
18.09.2019 20:04
Alter:
57 days
Newskategorie:
Technischer Zug
Autor:
Tobias Meißner, Fotos Jan Schmitz

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