THW-Jugend Balve in Tukastan

Wenn man den mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorher gesagt hätte, wohin es in diesem Jahr zu Pfingsten geht – sie hätten es nicht geglaubt. Freitags traf man sich um 18:00 Uhr an der Unterkunft um gemeinsam nach Nordhorn nahe der niederländischen Grenze aufzubrechen. Dort sollte es auf das örtliche THW-Übungsgelände gehen. Viel Spannung, Spiel und Spaß sollte es geben. Das war allen bekannt und so fing es auch an. In Nordhorn angekommen wurden schnell die Zelte aufgestellt, bevor es Abendessen aus der THW-Küche gab. Doch schon nachdem die Nachtruhe eingeläutet worden war, gab es auf dem Gelände die ersten Veränderungen, von denen aber noch niemand etwas mitbekam.

Am nächsten Morgen startete, wie geplant, das Abenteuerspiel „Hans-im-Glück“, bei dem alle Teilnehmer in verschiedenen, gut durchgemischten Gruppen durch die Gegend rund um Nordhorn zogen und versuchten so viele Gegenstände mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben zu ertauschen. Eine Gruppe war besonders erfolgreich und wurde dann später auch für ihren Erfolg belohnt. Am Ende ging es zurück auf das Übungsgelände in Nordhorn. Zumindest dachten das alle. Aber dann kam etwas, was es im normalen Leben nicht geben kann: Das Gelände war nicht mehr da! Stattdessen war dort plötzlich eine Staatsgrenze. Hier begann jetzt die „Freie und demokratische Republik Tukastan“. Finster aussehende und bewaffnete Grenzbeamte taten ihren Dienst. In gebrochenem Englisch erklärten Sie den jungen Balvern, dass hier derzeit keine Einreise möglich sei. Ein verheerendes Erdbeben habe die Region erschüttert und der Präsident des Landes habe daraufhin die Grenzen schließen lassen. Nur Hilfsgüter und Rettungskräfte könnten passieren.

Nun ging es darum, die Zöllner davon zu überzeugen, was das THW ist, was das THW macht und das man helfen könne. Die Beamten ließen sich darauf ein und der Auslandseinsatz konnte beginnen.
Kaum war die Grenzkontrolle überwunden, bot sich den jungen THW-Helfern ein Bild des Grauens: Ein Fahrzeug war von der Fahrbahn abgekommen, der Fahrer noch eingeklemmt. Mehrere Gebäude waren eingestürzt, Verletze mussten befreit und gerettet werden. Sogar ein Lastzug-Anhänger war durch die Erdstöße umgestürzt und musste wieder aufgerichtet werden, da sich darunter eine verletzte Person befand. Teilweise arbeiteten die Junghelferinnen und Junghelfer sogar in mehreren Schichten. Ständig tauchten neue Vermisste auf den Listen auf, aber auch die Liste der geretteten Personen wurde ständig länger.
Als am Ende alle Verletzten gerettet waren und die Vermissten alle gefunden waren, ließ es sich General Al Hullein, der Präsident der Republik Tukastan es sich nicht nehmen, die gesamte Balver Jugendgruppe zu einem Grillfest mit Lagerfeuer und Stockbrot einzuladen.
Leider ging es am Pfingstmontag schon wieder nach Hause. Dankbar wurden die Jungs und Mädchen aus der Höhlenstadt von den Tukastanis verabschiedet. Spätestens im Herbst sieht man sich wieder – so versprach man sich.


Das nächste Abenteuer erlebt die THW-Jugend am 22.07.2017 um 14:00 Uhr. Dann geht es um das Retten aus Höhen und Tiefen.

Newsdatum:
15.06.2017 11:36
Alter:
43 days
Newskategorie:
Jugend
Autor:
Tobias Weber

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