CBRN Ausbildung

Um den Helfern das Thema CBRN etwas näher zu bringen, befassten sich diese am Dienstagsabenddienst mit dem prinzipiellen Einsatzablauf eines CBRN-Einsatzes. Da das Themengebiet mittlerweile auch in der Grundausbildung vertreten ist, wurden im zunächst stattfindenden theoretischen Teil die Grundlagen nur noch zügig wiederholt, wodurch das Augenmerk auf dem Einsatzaufbau und –ablauf liegen konnte.

So lernten die Helfer nach welchen Kriterien die Gefahren- und Absperrbereiche dimensioniert werden, wie und wo die Not-Dekon zu errichten ist und was die taktische Basis im CBRN-Einsatz bedeutet. Zusätzlich wurde das Thema Gefahrenkennzeichnung aus den Grundlagen vertieft und dargestellt, wie anhand der Gefahrstoffnummern die entsprechenden Stoffe und Gefahren ermittelt werden können.

Um den Abend abzurunden stand im Anschluss eine kleine Übung an, in der das zuvor Gelernte praktisch umgesetzt werden musste. Laut Szenario gab es einen Unfall eines Gefahrgut-LKWs, bei dem zwei Personen verletzt und eingeschlossen wurden. Diese galt es laut Einsatzauftrag zu retten.

Folglich musste die Einsatzstelle aus der Ferne erkundet werden und dabei die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. So ist es bei einem CBRN-Szenario wichtig z.B. auf Senken im Gelände oder die Windrichtung zu achten, bevor die Fahrzeugaufstellung festgelegt wird und die taktische Basis eingerichtet werden kann.

Nach gemeinschaftlicher Diskussion aller Helfer über das vermutlich beste Vorgehen an der Einsatzstelle wurden, wie zuvor gelernt, die drei Einsatzbereiche „Einsatz CBRN“ „Schutzkleidung CBRN“ sowie „Sicherstellung CBRN“ gebildet. Daraufhin wurde damit begonnen die Absperrungen aufzustellen und die taktische Basis zu errichten. Parallel dazu kleideten sich die CSA-Träger ein.

Nach Abschluss dieser ersten Aufgaben konnte die Not-Dekon besetzt werden und der CSA-Trupp begann mit der näheren Erkundung der Einsatzstelle. Als erstes wurde hier die Gefahrgutkennzeichnung des LKWs zurückgemeldet, sodass der vorliegende Gefahrstoff ermittelt werden kann. Nachdem dies und somit die entsprechenden Gefahren feststand, wurde die Suche nach den verletzten Personen gestartet. Kurz darauf konnte eine eingeklemmte Person unter dem LKW ausfindig gemacht werden, weshalb der hydraulische Rettungssatz zum Anheben der Last angefordert wurde. Damit der CSA-Trupp relativ kräfteschonend das Material transportieren kann, wurde das angeforderte Gerät durch die Helfer in der taktischen Basis zusammengebaut, einsatzbereit gemacht und auf einem Rollwagen verlastet, sodass dass Gerät ohne Kraftanstrengungen im Gefahrenbereich bewegt werden konnte.

Nach Rettung der Person wurde diese der Not-Dekon zugeführt und von den CSA-Trägern in der Dekon übernommen. Während der Dekontamination des Verletzens konnte der Einsatztrupp bereits die zweite Person auffinden und ebenfalls zügig retten.

Zum Abschluss stand nun die Dekontamination des Einsatztrupps an, weshalb hier noch einmal Konzentration auf das zuvor schon Wiederholte nötig war. Die Herausforderung liegt hierbei auf der Vermeidung der Kontaminationsverschleppung. Da aber das korrekte Auskleiden bereits öfters geübt wurde, konnten die CSA-Träger problemlos aus ihrem Anzug ausgekleidet werden.

Nachdem dann alle Helfer den Gefahrenbereich verlassen hatten, wurde die taktische Basis zurückgebaut und die kleine Übung gemeinsam besprochen. Insgesamt konnten die Helfern als Erkenntnis resümieren, dass selbst ein kleines Szenario bei CBRN-Lagen sehr schnell zu einem großen Bedarf an Helfern führt, welches sowohl auf benötigte CSA-Träger wie auch Helfer im Weißbereich der Einsatzstelle zutrifft.

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Newsdatum:
18.10.2016 17:17
Alter:
1 year
Newskategorie:
Technischer Zug
Autor:
Fabian Weber

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