Bootsausbildung am Datteln-Hamm-Kanal

Schon am Vorabend hat sich die Fachgruppe Wassergefahren auf Ihren Dienst vorbereitet. Die Motoren des MzAB wurden überprüft, die letzten Leinen verstaut und die Verpflegung wurde bereitgestellt.

Am Samstag machten sich dann die Mitglieder der Fachgruppe Wassergefahren samt ihrem Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) und dem Fachgruppen-LKW auf den Weg nach Bergkamen-Rünthe. Im dortigen Yachthafen wurde mit vereinten Kräften das Boot zu Wasser gelassen. Schnell kam die Verpflegung für die Mittagspause an Bord und dann konnte es auch schon losgehen. Doch sehr weit kamen die Balver nicht mit ihrem zweimotorigen Schiff.

Da auch einige neue, angehende Bootsführer mit an Bord waren wurde zunächst das Wenden auf engem Raum geübt und auch das Anlegen in einer engen Box. Hier kam es auf eine besonders präzise Führung des Bootes an. Aber hier bewiesen die Sauerländer ein ruhiges Händchen, alles klappte wie am Schnürchen.
Dann ging es hinaus in die Weiten des Datteln-Hamm-Kanals. Zunächst ging es auf Talfahrt bis man zu einem alten Zechenhafen kam. Hier wurde natürlich auch wieder das An- und Ablegen geübt, jetzt allerdings auf aller-engstem Raum, der zuvor durch die Ausbilder abgesteckt wurde. Dann wurde mit kleiner Besatzung noch das ein oder andere „Mann-über-Bord-Manöver“ geübt. Das sollten im THW alle Besatzungsmitglieder wie im Schlaf beherrschen, denn immerhin kommt das THW meist erst dann zum Einsatz, wenn alle anderen Boote längst den sicheren Hafen angesteuert haben und dann kann auch schnell etwas passieren. So wurde auch noch schnell erklärt, wie man einen Verunfallten wieder findet, falls sich einmal Nebel auf der Wasserstraße gebildet haben sollte und so die Orientierung erschwert.

Dann ging es aber doch schon wieder zurück zur Marina Rünthe. Hier wurde das Boot wieder auf den Anhänger verladen und es ging zurück nach Balve. Hier traf man sich mit den Mitgliedern der Bergungsgruppen machte sich an die Fahrzeug- und Gerätepflege. Für die Wassergruppe hieß dass neben dem Reinigen von Boot und Zugfahrzeug vor allem das Spülen der Motoren, damit sich im empfindlichen Kühlkreislauf keine Ablagerungen bilden oder irgendwelcher Schmutz ansetzt.

Beim nächsten Mal wird es im März gemeinsam mit den Bergungsgruppen um das Thema „Deichverteidigung“ gehen, denn das nächste Hochwasser kommt bestimmt – ganz bestimmt!

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Newsdatum:
15.02.2016 06:59
Alter:
2 yrs
Newskategorie:
Technischer Zug
Autor:
Tobias Weber

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