Anstrengender 24-Stunden Dienst mit sieben Übungen

"Das war ein anstrengender Dienst – aber hat trotzdem Spaß gemacht und man hat viel gelernt", so ein Helfer des THW Balve am Sonntagmorgen beim Frühstück. Der erste 24-Stunden-Dienst war jetzt beendet. Insgesamt sechs Übungseinheiten mussten bewältigt werden. Ein hartes Stück Arbeit bei den schwülen Temperaturen an diesem Tag.

Los ging es nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Ortsbeauftragten Andreas Kandulski aber zunächst noch ruhig. Die alljährliche Pflicht-Kraftfahrerbelehrung stand an. Zugführer Fabian Weber gestaltete diese ausführlich und interessant.

Doch der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Die Kreisleitstelle alarmierte die Helferinnen und Helfer über die digitalen Meldeempfänger, dass es auf der Hönne in Höhe von Klusenstein einen Bootsunfall gegeben habe. Zumindest eine Person sei bewußtlos. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren die Helferinnen und Helfer zum Einsatzort.

Dort angekommen stellte sich tatsächlich heraus, dass eine Person nicht ansprechbar war, während eine zweite Person, die ebenfalls im Boot festsaß, lautstark die Helfer zum schnelleren Arbeiten animierte. Doch dann wurde es plötzlich ruhig um ihn. Er war in seinem Boot zusammengesackt und bewußtlos. Schließlich konnten beide Personen erfolgreich geborgen werden und der Einsatz war damit beendet.

Doch das war noch lange nicht alles an diesem Tag. Weitere zum Teil schweißtreibende Übungen standen an. So musste nach einer Verpuffung in einem Industriekomplex unter schwerem Atemschutz eine Person unter Stangenmaterial geborgen werden. Kaum war dieser Einsatz beendet wurde das THW Balve zu einem Bauernhof gerufen. Hier war eine Person in den Futtermischer geraten. Die EGS-Plattform musste zur Bergung aufgebaut werden.

Eine weitere Einsatzfahrt führte zur Einfahrt nach Frühlinghausen. Hier sollte ein Fass Flüssigkeiten verlieren. Es stellte sich als Fehlalarm heraus.

Bereits im Vorfeld half die Feuerwehr mit der Drehleiter, um eine Übungspuppe in der Nähe von Klingelnborn hoch oben im Baum zu platzieren. Das Übungsszenario gegen 22 Uhr  sah dann so aus, dass hier ein Fallschirmspringer vermisst wurde, der aber noch Koordinaten durchgeben konnte. Das THW rückte zwecks Suche und Beleuchtung aus, die Drehleiter der Feuerwehr wurde zur Bergung nachgefordert.

Schließlich galt es nach Mitternacht noch einen Motorradfahrer zu bergen, ehe dann endlich Nachtruhe einkehrte und die Helferinnen und Helfer völlig erschöpft und am Rande ihrer Kräfte einschliefen.

Ausbildungsbeauftragter Louis Kohlhage und auch Ortsbeauftragter Holger Mayweg zeigten sich nach 24 Stunden sehr zufrieden. Es hätte zwar einige Fehler gegeben, doch dafür seien diese Übungen ja da. "Wir sind nicht perfekt – wir arbeiten daran", war das Resümee.

Newsdatum:
11.07.2017 11:14
Alter:
17 days
Newskategorie:
Einsatz
Autor:
THW

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