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Die Nachwuchsorganisation des THW Balve
Jugend zu Gast in Hannoversch-Münden
Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen,… …doch über Pfingsten passierte in Hannoversch-Münden noch einiges andere. Denn hier hatte die THW-Jugend aus Balve ihre Zelte auf dem Gelände des hiesigen Ortsverbandes aufgeschlagen.
Kaum hatten die Jungs und Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren ihre Zelte bezogen, ging es mit dem actionreichen Programm los. Aufgrund der weit fortgeschrittenen Zeit blieb es am ersten Abend aber zunächst beim Abendessen und einer ersten Erkundung des Geländes.
Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück aber sofort in Aktion. Für verrückt wurden die Jugendbetreuer erklärt, als sie bekannt gaben, dass man jetzt mit der vorgesehenen Nachtübung starten würde. „Nachtübung nach dem Frühstück? – Es ist doch alles hell! – Wie soll das gehen?“ das war die Reaktion der jungen Katastrophenhelfer. Doch es funktionierte tatsächlich, aber das konnten die Balver nicht wissen, als sie mit einer Suchkette begannen. In einem benachbarten Waldstück des Übungsgeländes wurden zwei Kinder vermisst. Alles rufen und suchen half nichts, da musste das THW ran. Nicht schlecht staunten die Kids als sich vor ihnen die Öffnung eines alten, verlassenen Eisenbahntunnels auftat. Alle Spuren führten hinein. Nun wurde der Begriff „Nachtübung“ etwas klarer. „Jetzt nur nicht unüberlegt handeln!“ mahnte Zugführer Markus Sierpinski der die Übung als Fachmann auf Gleisanlagen mit vorbereitet hatte. Zunächst wurde die Sicherheitsausrüstung angelegt und ein Erkundungstrupp losgeschickt. Nachdem der Tunnel als „sicher und zugänglich“ eingestuft wurde, konnte er auch von den Rettungsmannschaften betreten werden. Schnell wurden zwei Übungspuppen gefunden, die vorbildlich betreut und gerettet wurden. Pünktlich zum Mittagessen war die Gruppe wieder am Übungsgelände angekommen. Wer jetzt glaubt, damit wäre die Action schon wieder vorbei gewesen, der hatte sich getäuscht. Nach dem Mittagessen wurden die Motorboote klargemacht. Es ging die Weser hinauf bis man zur Schleuse Hannoversch-Münden kam. Ab dort ging es auf der Fulda weiter zu Berg. An der Schleuse Bonaforth wurden die so genannten „Gummienten“ aufgepustet. Mit den kleinen Schlauchbooten wurde die Bootsgasse unsicher gemacht. Dass dabei kein Auge trocken blieb, kann sich vermutlich jeder vorstellen!
Den Rückweg fuhren die Kids dann in ihren eigenen Booten. Während die Erwachsenen die Motorboote erst umständlich zu Tal schleusen mussten, hatten sie schon einigen Vorsprung als sie von den Großen wieder aufgenommen wurden. In Hannoversch-Münden schleusten dann wieder alle Boote gemeinsam und fuhren wieder zum Übungsgelände.
Nach dem Anlegen dann ein tolles Abendessen aus der guten THW-Küche.
Am Lagerfeuer wurde es dann wieder ernst. Gemeinsam wurde das Programm für den nächsten Tag besprochen: Wettkampfaufgaben! Die Jugendgruppe aus Balve hat sich im vergangenen Jahr in Bonn für die Teilnahme am Bundeswettkampf Ende Juli in Wolfsburg qualifiziert. Während der Besprechung stellte sich heraus: Die Aufgaben sind nicht einfach! Wie sich im Laufe des kommenden Tages herausstellte, wird die Vorbereitung für die Jugendlichen nicht einfach. In der Autostadt Wolfsburg wird ein zentrales Thema des Wettkampfes natürlich der Bau eines Autos sein. Dafür dürfen aber nur vorgegebene Katastrophenschutz-Werkzeuge aus dem THW-Baukasten verwendet werden. So dürfen zum Beispiel die vier Räder nur mit Handsägen aus einer Holzplatte herausgearbeitet werden. Es muss ein Dreibock gebaut werden und auch noch ein Mastkran zum Einsetzen des „Motors“. Mit einer Tauchpumpe muss das Fahrzeug zum Schluss betankt werden. Für all diese Aufgaben stehen nur zwei Stunden Zeit zur Verfügung. „Für´s erste Üben habt ihr toll gearbeitet!“ wurden die jungen THWler von ihren Betreuern gelobt.
Zum Abendessen gab es leckere Grillspieße, die sich die Kids selbst zusammenstellen konnten und anschließend rösteten. Montags ging es dann nach dem gemeinsamen Abbau wieder zurück nach Balve. Alle waren sich einig: „Das müssen wir unbedingt bald noch einmal machen!“
Tobias Weber
In Hannoversch-Münden, wo Werra und Fulda sich finden.
THW OV Balve
Glärbach 15
58802 Balve
Tel:  0 23 75 - 91 39 26
Fax: 0 23 75 - 91 39 27
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