Fachgruppe Wassergefahren auf Übungsfahrt
Der Truppführer zeigte der Jugendlichen, wo es lang geht.
Immer wieder über Christi Himmelfahrt ist die Fachgruppe Wassergefahren auf einer verlagerten Standortausbildung unterwegs. In diesem Jahr fand die schon fast traditionelle „Wesertour“ auch wieder auf der Weser statt.
Los ging es in Lüchtringen bei Höxter. Von dort aus ging es zu Tal in Richtung Minden. Doch schon in Hameln wurde die Fahrt unterbrochen. Obwohl die Schleuse laut den offiziellen Bekanntmachungen geöffnet hatte, war kein Personal vor Ort. Auch eine Nachfrage bei der örtlichen Wasserschutzpolizei blieb zunächst erfolglos. Ein Umtragen der Boote kam aufgrund des Gewichts von mehr als 1,5 Tonnen pro Boot auch nicht in Frage. Also blieb nichts anderes übrig als Warten. Inzwischen hatten die Kollegen der WSP Hamlen in Erfahrung gebracht, dass noch am selben Tag eine Sonderschleusung für Fahrgastschifffahrt geplant war. Also wieder Hoffnung.
Bei jeder Wassergruppenübung ist es so, dass auch zwei Mitglieder der Jugendgruppe, die sich im letzten Jahr durch besondere Verdienste verdient gemacht haben mitreisen dürfen. Denen kam jetzt eine gute Idee, die Wartezeit zu überbrücken. Nicht weit vom Anleger war ein Geocache versteckt. Mit einem Hand-GPS ausgerüstet machte man sich auf den Weg, den kleinen Schatz zu lokalisieren. Kein größeres Problem für Carolin Heimann und Tobias Hollensen, die in diesem Jahr mit dabei waren. Noch ein kleines Eis und dann tauchte auch ein Schleusenmeister auf. Der entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, die der Gruppe entstanden waren. Er versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Zeiten in den Aushängen geändert werden. Weiter ging es weserabwärts. Aufgrund der Verzögerungen war das Tagesziel Minden an diesem Tag leider nicht mehr zu erreichen. Also ging es auch am nächsten Tag noch die Weser hinunter. In Minden wechselte die Gruppe dann in den Mittellandkanal. Tagsüber hatten dann die Balver noch Gelegenheit, verschiedene Möglichkeiten das Schleppen eines Bootes auszuprobieren. Das neue Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) entpuppte sich dabei als perfekte Zugmaschine. Zweimotorig ging es mit insgesamt 140 PS zügig voran. In Bramsche konnte die Gruppe ihr Zelt bei der Wasserschutzpolizei aufstellen. Die Beamten zeigten sich erstaunt über die Einsatzbereitschaft der Balver, allerdings ging es ihnen selbst an diesem Wochenende auch nicht besser.
Am nächsten Tag ging es zunächst bis nach Hörstel. Dort wurde neuer Kraftstoff aufgenommen, bevor es auf dem Dortmund-Ems-Kanal weiterging. In der Schleuse Münster schleuste die Gruppe wieder zu Berg. Dann fuhr man noch bis nach Hiltrup, wo man am Abend alle Rückstände wieder aufgearbeitet hatte. Den Sonntag nutzte die Wassergruppe dann noch für verschiedene Fahr- und Anlegemanöver. Auch hier machte das MzAB wieder eine gute Figur. Mit seinen zwei Maschinen parkte das Boot perfekt auch in der engsten „Parklücke“ ein. Wer geschickt mit dem Gerät umgeht, kann das Wasserfahrzeug auch auf der Stelle wenden. Nach Einschätzung der Teilnehmer viel zu früh kamen die Landfahrzeuge des Ortsverbandes um die Reisenden wieder aufzunehmen. Mit vereinten Kräften waren die Boote schnell aus dem Wasser geholt und wieder verlastet.
Tobias Weber