Zugtrupp "spielte" bei Kreisübung mit
Der Zugtrupp des THW Balve fütterte die TEL mit Einsatzlagen.
Erst brannte ein Chemieunter- nehmen, dann brach auch noch das Hallendach einer Schützenhalle ein und begrub zig Menschen unter sich. Mit dieser außergewöhnlichen aber denkbaren Lage befasste sich am Samstag (20. 6.) der Krisenstab und die Technische Einsatzleitung des Märkischen Kreises in Balve. Auf dem Schulhof der Hauptschule trafen sich früh morgens alle Einheiten.
Mit dabei auch der Zugtrupp des THW Balve, der die Aufgabe hatte, die TEL mit entsprechendem Material von Einsatzszenarien zu versorgen. Dem THW war die Abschnittsleitung Garbeck zugewiesen worden und musste sich mit der eingestürzten Schützenhalle befassen. Die erfahrenen Helfer um Zugführer Markus Sierpinski erledigten ihre Aufgaben in der rund vierstündigen Übung ohne große Probleme.
Insgesamt gesehen waren die Kommunikationsprobleme während der Übung jedoch nicht wegzureden. "Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn es anders gewesen wäre", gab Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath unumwunden zu. Er forderte dann auch eine noch engere Zusammenarbeit aller Fachdienste.
"Warum soll sich die Feuerwehr um Beleuchtung kümmern, wenn das THW genug davon hat", sieht er eine fruchtbare enge Zusammenarbeit als sehr sinnvoll an und als Beispiel nannte er Halver. Hier werde doch schon gezeigt, wie gut Feuerwehr und THW zusammenarbeiten können. "Da müssen wir auch anderswo hinkommen", zeigte er sich optimistisch. Warum soll das THW nicht automatisch etwa bei einem Industriebrand mit ausrücken können. Das müsse im Ausrückeplan eingearbeitet werden.
Für den Märkischen Kreis war die Stabsrahmenübung nur der Startschuss für eine Vollübung. "Wir peilen dies an", so Blumenrath. Die Vorbereitungen dafür werden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.