Schwanenrettung aus Klärteich
Der Schwan ist gerettet und wird zur Säuberung gebracht, ehe er wieder in Freiheit entlassen wird.
Balve. Verflogen hatte sich der große Schwan, der nebenan im großen Teich der Kläranlage Balve mit seiner Partnerin in einem Nest die Eier ausbrütet. Er landete ausgerechnet im Schlammteich und konnte dann nicht mehr heraus. Der Ruhrverband rief das THW Balve zu Hilfe.
Dabei hatte es dieser Samstag sowieso schon in sich. Der Zugtrupp nahm an einer FüKom-Übung in Sundern teil, in Arnsberg fand eine Fachtagung der Wassergruppe statt, ein Grundausbildungs-Prüfer war in Unna und der Rest sollte unter anderem den Einsatz in Köln am eingestürzten Stadtarchiv, der am Montag begann, vorbereiten, als der Notruf eintraf. Doch Tierrettung geht auch in solchen Fällen vor. Sofort wurde mit dem Einsatzfahrzeug zur nahe gelegenen Kläranlage gefahren.
Dort angekommen stellte sich schon schnell heraus, dass der große Vogel nicht einzufangen war. Also wurde eine Spundwand bis zur Wasseroberfläche abgebaut und mit Hilfe von Bohlen eine schiefe Ebene errichtet. So konnte sich der Schwan selbst retten.
Doch so schnell ging das nicht. Mehrer Versuche und Umbauten waren erforderlich, um dem Schwan schließlich den Weg in die Freiheit zu ermöglichen. Nach langem Warten gelang es dann tatsächlich und der schwarze Vogel wurde blitzschnell überwältigt.
Nach einer gründlichen Reinigung konnte er zu seiner Familie entlassen werden, zu der er mit gespreizten Flügeln ging, als wolle er sagen, „schaut her, wie ich nur aussehe, aber ich bin wieder da“. Bleibt zu hoffen, dass der Riesenvogel seinen Lande-Irrtum in den übelriechenden gashaltigen Schlammteich auf Dauer überlebt.