Balve/Hochsauerlandkreis. „Dass sich die Jugend heute noch für so etwas interessiert...!“ erstaunte, aber freundliche Gesichter überall an den Straßen und Wegen, die die Mitglieder der THW-Jugend aus Balve am verlängerten Fronleichnamswochenende passierten. Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks aus Balve hatte erstmals zu einem Wanderzeltlager eingeladen.
Mittwochabend ging es in Balve los. Zunächst wurden in der Unterkunft noch einmal die Rucksäcke kontrolliert. Ist auch wirklich alles drin? Habe ich auch wirklich alles dabei? Ist es auch nicht zu schwer? Das waren nur einige der Fragen, die sich die Jungs und Mädchen im Alter von 14-18 stellten. Und wer glaubte es bliebe bei dem eigenen Gepäck, der hatte sich auch geirrt. Immerhin mussten auch noch einige Zelte, das Kochgeschirr, der Gaskocher, Klappspaten und noch vieles andere mehr in den Rucksäcken verteilt werden. Nachdem alle Ausrüstungsgegenstände verlastet waren, stand zunächst Zeltlager „light“ auf dem Programm: Übernachtung in der Unterkunft.
Am nächsten Morgen ging es mit Fahrzeugen zum Hennesee in der Nähe von Meschede. Ab hier war die Wandergruppe zusammen mit ihrem Betreuer auf sich selbst gestellt. Mit Karte und Kompass galt es nun, den Weg zurück nach Balve zu finden. Schnell war die Karte eingenordet und die richtige Route nach Balve ausgetüftelt. Es konnte losgehen. Weit war man allerdings noch nicht gekommen, als ein kräftiger Regenschauer die Gruppe eingeholt hatte. Und kaum hatten die Balver eine schützende Bushaltestelle erreicht, klarte es auch schon wieder etwas auf. Nach einer kurzen Pause ging es weiter. Am späten Nachmittag hatten die Jugendlichen einen Übernachtungsplatz mit Feuerstelle am Abenteuerspielplatz in Wallen gefunden. Noch einige kurze Spielchen und Lieder am Lagerfeuer, dann machte sich auch schon die Müdigkeit breit und die Zelte wurden bezogen.
Von der Sonne am nächsten Morgen beschwingt zog die Gruppe weiter. Unterwegs wurde erst mal Verpflegung für das Abendessen eingekauft. Als die Balver nach einer Pause in der Nähe des kleinen Örtchens „Berge“ wieder aufbrechen wollte, plötzlich unerwarteter Besuch: „Blacky“. So hat die Gruppe jedenfalls den Mischlingsrüden getauft, der aus dem Nichts aufgetaucht die Balver auf Schritt und Tritt verfolgte. Alles Fragen im Ort brachte nichts: Niemandem schien dieser Hund zu gehören. Keiner kannte ihn. Kurz vor dem Ortsausgang gab es dann doch noch einen älteren Herrn, der sich um Blacky kümmerte. Er nahm den Hund in Obhut um ihn später an seinen Besitzer zurück zu geben. Nach kurzem Abschied ging es weiter. Nachmittags hatte die Gruppe es bereits bis nach Linnepe geschafft. Hier wurde das Lager in der Nähe der Schützenhalle aufgestellt. Auch hier konnten die Balver auf eine Feuerstelle zurückgereifen. Nachdem das Lagerfeuer heruntergebrannt war, wurden Grillspieße über der Glut geröstet. Dazu gab es kleingeschnittenes Gemüse und wer wollte konnte sich auch noch eine kräftige Suppe zubereiten. Manch ein Teilnehmer meinte, dass er sich zu Hause wohl nicht so gesund ernähren würde.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es über Westenfeld und Sundern zielstrebig auf den Sorpesee zu, wo die Gruppe am Zeltplatz 4 campierte. Die Zelte waren noch nicht zu Ende aufgestellt, da wurden die Jungs und Mädchen auch schon von einigen Kindern des Zeltplatzes angesprochen: „Habt ihr auch Lust zur Tanz-Show zu kommen?“ So konnten sich die Teilnehmer des Wanderzeltlagers noch an einer Showeinlage der Kinder vom Zeltplatz erfreuen. Nach der abendlichen Abschlussbesprechung ging es dann wieder in die Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen wurde sich zunächst noch einmal in der Sorpe abgekühlt, bevor sich die Gruppe wieder auf den Weg machte. Balve, so hieß das Ziel, welches man auch nach einer kurzen Rast in Mellen erreichte. Dort angekommen, waren alle Teilnehmer einig: „Beim nächsten Wanderzeltlager sind wir auch wieder mit dabei!“