Hönnetal. Zwerge, Erdmännchen und Elfen, die der Sage nach in den Höhlen im Hönnetal leben sollen, haben die Jungen und Mädchen der THW-Jugend Balve dort zwar nicht angetroffen, wohl aber die Verletztendarsteller, die dort gerettet werden sollten.
Alles lief ab, wie ein richtiger Einsatz bei „den Großen“. Eine Forschergruppe war in der Feldhofhöhle im Hönnetal unterwegs, als sich eine Explosion ereignete. Vier junge Männer und Frauen waren noch in der Höhle vermisst, als die Jugendgruppe am Einsatzort eintraf. Schnell wurden zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe begann sofort damit, nach den Vermissten zu suchen, die andere baute eine Beleuchtungsstrecke auf, denn im Inneren der Höhle war es stockfinster.
„Ganz schön unheimlich!“, meinte einer der Junghelfer, der als erstes am Einsatzort eintraf. Das änderte sich aber blitzartig, nachdem die Beleuchtung stand. Mit vereinten Kräften wurden die vier Verletzten wieder ans Tageslicht befördert.
Nach einer Pause mit einer kleinen Stärkung wurde noch einmal eine Suche initiiert. „Es könnte sein, dass sich noch eine weitere Person in der Höhle befindet!“, hieß es plötzlich von der Einsatzleitung. Mit Eifer wurden die großen Hallen genauso wie die kleinen Spalten noch einmal gründlich untersucht. Aber das Ergebnis war: Keine weitere Person wurde gefunden. Hier stellte sich die fehlende Person später als Fehlalarm heraus.
„Sehr professionelle Suche, tolle Verletztenbetreuung und schneller Aufbau der Beleuchtung, ihr könnt stolz auf euch sein“, so Marco Prior, der als Fachberater des OV Balve den Einsatzleiter gespielt hatte. Aber auch die Jugendlichen waren mehr als zufrieden mit dem Samstagnachmittag: „Kriechen, krabbel, dreckig machen eine sehr lustige Sache“, so resümierte ein Teilnehmer später beim Abendessen in der Unterkunft.
Wer Interesse hat und bei der THW-Jugend in Balve mitmachen möchte, kann das tun. Das nächste Mal trifft sich die Gruppe am Samstag, 15.11.2008 von 14 ca. 18:30 Uhr. Dann soll es um das Thema „Kartenkunde und Sprechfunk“ gehen.