THW-Jugend Balve auf Pfingstzeltlager

in Höxter an der Weser


Balve/Höxter. Gleich eine Woche nachdem die Erwachsenen die Weser mit den Booten bereisten tat es Ihnen die Jugendgruppe des THW-Ortsverbandes Balve nach. Mit den Einsatzfahrzeugen fuhr man auf das Bundeswehrübungsgelände in Höxter.

Dort wurden zunächst fünf Zelte aufgeschlagen und eines direkt mit den Küchengerätschaften ausgerüstet. Die anderen dienten als Unterkunftszelte für die 29 Jungen und Mädchen aus Balve und Umgebung. Nachdem diese am späten Abend bezogen waren gab es erstmal Verpflegung aus der bekannt guten THW-Küche. Dann wurde noch ein Spiel gespielt. Diesmal ging es darum einen Gegenstand zu finden der irgendwo auf dem Gelände versteckt war. „Puh! – Ganz schon groß das Gelände“, meinte einer der Jugendlichen aber nach einem kleinen Tipp durch die Vorbereiter des Zeltlagers war das Versteck dann doch noch schnell ausgemacht und alle konnten müde in ihre Feldbetten fallen. Am nächsten Morgen stand nach dem Wecken erstmalig Frühsport auf dem Programm. Müde wurden die ersten Dehnübungen gemacht und einige Platzrunden absolviert. Aber schon beim Frühstück merkte man, dann man doch viel schneller munter wurde, als in den Jahren zuvor.

Dann ging es auch schon ins Gelände. Hier wurden einige Verletzte gesucht, gefunden und anschließend fachmännisch gerettet. Nach dem Mittagessen stand dann Ausbildung an und auf dem Wasser an der nahe gelegenen Weser auf dem Programm. Jeder wird sich denken können, dass es bei Wasser und schönem Wetter nicht allzu lange dauerte bis die ersten Junghelferinnen und Junghelfer ins Wasser „gefallen wurden“. Alles endete in einer herrlichen Planscherei! Und für den Fall dass das noch nicht genug war hatte sich einer der Erwachsenen ein besonderes Geschenk ausgedacht. Alle bildeten einen Kreis und in die Mitte wurde der Karton gestellt… Ein ganzer Haufen Wasserpistolen! Da dauerte das Auspacken nicht allzu lange!

Irgendwann kam aber in einigen das kleine Hungergefühl auf. Aber auch hier konnte die Küche wieder weiterhelfen. Nach dem Abendessen ging es natürlich sofort in Bett – Wer das dachte ist sicherlich noch nicht mit der THW-Jugend aus Balve auf einem Pfingstzeltlager gewesen. Nachtübung war angesagt – Explosionsgeräusche, dunkle, bedrohliche Rauchwolken, Martinshörner – und plötzlich waren die 10-18jährigen mitten drin. „Da liegt noch eine Person auf dem Brückenkopf!“ – „Im Hafenbereich werden noch zwei Personen vermisst!“ – „Hier ist auch noch jemand!“ – „Ich habe eine leblose Person gefunden!“ Das waren nur einige der Gesprächsfetzen, die man während der Übung verstehen konnte. Die Kids waren so sehr in ihre Aufgaben vertieft, das sie gar nicht merkten wie sehr der Regen, der inzwischen eingesetzt hatte auf ihre Helme prasselte und inzwischen auch schon die Einsatzkleidung ziemlich stark durchweicht hatte. Damit niemand ernsthaft krank wurde hatten sich die Betreuer zwischenzeitlich getroffen und besprochen, die Übung an dieser Stelle zu unterbrechen. Müde und enttäuscht trafen nach und nach alle Einsatzkräfte zur Nachbesprechung ein. „Warum musste es bloß so sehr regnen? Wir hatten es fast geschafft!“ – so der allgemeine Tenor.

Doch am nächsten Morgen war der ganze Kummer schnell vergessen. Eine Bootstour wollte vorbereitet werden. Da wurden die Motorboote ausgerüstet und mit allen wichtigen Dingen beladen. Als eigentlich nur noch die Besatzungen fehlten gab es erstmal Mittagessen für alle. Dann wurden die Boote besetzt und es ging stromaufwärts die Weser hinauf. Jedes Motorboot hatte noch ein oder zwei Schlauchboote im Schlepp. Nach einigen Kilometern wurde angelegt und Pause gemacht. Dann durften die Kids selbst sehen, wie sie wieder zurück nach Höxter kam. „Ab hier wird jetzt gepaddelt!“ riefen die Betreuer. Schnell machte man sich auf den Weg, schließlich wollte keiner der oder die Letzte sein. Unterwegs gab es natürlich wieder die ein oder andere Gelegenheit für eine Wasserschlacht. Und kaum jemand hat es trockenen Fußes bis in den Hafen nach Höxter geschafft. Das war aber auch nicht schlimm denn in der großen Runde am anschließenden Lagerfeuer mit Stockbrot gab es genügend Gelegenheit die nassen Sachen zu trocknen.

Montags ging es nach dem Abbauen, Aufräumen und Aufladen leider schon wieder nach Hause. In Balve angekommen waren sich alle einig: „Zum Glück ist bald wieder Zeltlager!!!“

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Pfingstzeltlager 2007



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