| Balve/Höxter. Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder der Fachgruppe Wassergefahren des THW Ortsverbandes Balve um eine längere Ausbildungsfahrt zu unternehmen. In diesem Jahr hatte sich das vergangene Wochenende geradezu dazu angeboten es für die legendäre „Wesertour“ zu benutzen.
Bereits am Mittwoch hatten sich die THW-Helferinnen und -Helfer in der Unterkunft getroffen um von dort aus mit den Fahrzeugen nach Höxter an die Weser zu fahren. Auch Jeanna Kohlhage und Florian Vedder aus der Jugendgruppe waren mit von der Partie. Sie hatten sich durch besonders gute Leistungen ausgezeichnet, einmal mit den Erwachsenen fahren zu dürfen.
In Höxter angekommen wurde zunächst das Weserufer in gleißendes Scheinwerferlicht getaucht, damit die Boote schon während der Dunkelheit zu Wasser gelassen werden konnten. „Schließlich kann man sich im Einsatzfall ja auch nicht aussuchen ob es nun hell oder dunkel ist...!“, erklärte der Gruppenführer die Situation.
Danach wurden Gepäck und Proviant für die nächsten Tage verstaut und bereits am frühen Morgen ging es los in Richtung Oberstrom, also flussaufwärts. Nachmittags wurde eine kurze Pause am Weserstein in Hannoversch-Münden beim Zusammenfluss von Werra und Fulda eingelegt. Eigentlich sollte hier schon Schluss für den ersten Tag der Übung sein, aber dann entschied man sich, doch noch etwas weiter zu fahren und schleuste in die Fulda. Hier ging es auch noch mal einige Kilometer stromaufwärts bevor man sich ein Platz für das Nachtlager suchte. Am nächsten Morgen ging es dann in die gleiche Richtung weiter bis nach Kassel. Hier musste neuer Kraftstoff an Bord genommen werden bevor die Fahrt an einem wildromantischen Wasserfall ihren Wendepunkt nehmen musste, denn hier war für die motorisierten Boote der Balver Gruppe kein Weiterkommen mehr.
Am Punkt für das Nachtlager angekommen gab es dann noch eine kleine Überraschung für die beiden mitgereisten Jugendlichen. Zwischen das Gepäck hatten die Erwachsenen ein kleines Schlauchboot für 2 Personen gemogelt. So konnten die beiden noch vor dem Abendessen ein paar flotte Runden auf der Fulda drehen.
Am nächsten Morgen wollte sich dann Markus Sierpinski, seines Zeichens Zugführer, von der Einsatzfähigkeit der Wassergruppe überzeugen und stellte sich selbst als „Opfer“ zur Verfügung. Zusammen mit Andreas Schulte stellte er mit dem kleinen Schlauchboot einen Badeunfall nach. Aber in Windeseile hatten ihn die anderen wieder ans rettende Ufer gebracht und außerdem auch noch mit ganzem Einsatz das kleine Schlauchboot vorm abtreiben gerettet. Sichtlich zufrieden mit den Leistungen seiner Truppe zog er sich trockene Sachen an und die Reise ging wieder zurück in Richtung Weser.
Sonntags wieder in Höxter angekommen, machten sich die Balver umgehend daran, die Ausrüstung wieder auf den Fahrzeugen zu verladen.
Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung wurde deutlich: Die Truppe ist auf einem guten Stand, aber um das beizubehalten ist stetiges Üben erforderlich. Das sollte aber kein Problem sein, denn alle waren mit Spaß und Freude bei der Sache!
|