Junghelferlehrgang an der Bundesschule in Hoya
Balve/Hoya. Etwas aufgeregt waren sie ja schon, die sechs THW-Jugendlichen, die am 08.10.2006 mit ihrem Betreuer nach Hoya an der Weser aufbrachen. Normale THW-Zeltlager kannten sie ja bereits aus Erfahrung, aber in Hoya sollte ja nun ein richtiger Lehrgang stattfinden, die normalerweise nur den Erwachsenen im THW vorbehalten sind.
Aber in den Schulferien werden von Zeit zu Zeit auch Lehrgänge für die Junghelfer angeboten. Gegen 15 Uhr setzte sich der Kleinbus in Richtung Norden in Bewegung. Nach rund 3 ½ Stunden Fahrt kam die Gruppe dann in der kleinen Stadt an der Weser, die rund 40 km südlich von Bremen liegt an. Vom Servicepersonal des Zentrums für Aus- und Fortbildung des THW freundlich begrüßt hieß es zunächst: Zimmer beziehen. Immer zwei Leute auf ein Zimmer. Anschließend wurden zunächst die Freizeiteinrichtungen in Augenschein genommen. Der Internetraum, der Flipperautomat und natürlich das Freiluft-Schachfeld fanden als erstes die Zustimmung der Kids. Nach einem schmackhaften Abendessen wurde zunächst noch ein kleiner Rundgang durch das kleine Städtchen gemacht. Bevor es dann in allen Fluren „Nachtruhe“ hieß. Schließlich wollen die Balver am nächsten Tag ausgeruht in den Unterricht gehen.
Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück zunächst mal: Treffen im Lehrsaal. Was zunächst aussah, wie ein unheimlich langweiliger Theorie-Tag entwickelte sich doch zu einem interessanten und spannenden Vormittag. Das lag zum einen an den beiden Lehrgangsleitern, die es in lockerer und witziger Art und Weise verstanden, den Teenies alles Wichtige für die kommende Woche beizubringen. Zum anderen sicher aber auch an den Jugendlichen, die aus drei verschiedenen Ortsverbänden kamen. So verging die Zeit bis zum Mittagessen mit allen wichtigen Begriffen und Gesetzmäßigkeiten, die auf dem Wasser vorkommen fast wie im Fluge.
Nachmittags wurde sich dann zunächst zum Lehrgangsfoto aufgestellt. Anschließend wurden die Balver zusammen mit den Jungen und Mädchen aus Wetter und Berlin zum Wasserübungsplatz gefahren. Dort wurde der gesamte Lehrgang in zwei Gruppen unterteilt. Während sich die eine Gruppe damit beschäftigte einen behelfsmäßigen Übergang, also einen Steg, aus Fahrbahnplatten zu bauen, ging es für die andere Gruppe darum, sich manuell auf dem Wasser fortzubewegen. Hier stellte man schnell fest, dass es nicht so einfach ist ein großes Schlauchboot in der Weserströmung zu beherrschen. Aber wenn alle richtig mit anpacken klappt es schon richtig gut. Nach getaner Arbeit stand am Abend Kino auf dem Programm. Der neue Film World-Trade-Center bewegte die Balver noch auf dem Weg zurück zur Unterkunft.
Am Dienstag ging es dann direkt nach dem Frühstück wieder zum Wasserübungsplatz. Hier wurde die Ausbildung vom Vortag fortgesetzt, außerdem wurde noch gemeinsam an einem Floß aus Transportgeräterollen, also riesigen Gummiwürsten gebaut. Zwischendurch wurde natürlich immer wieder im THW-eigenen Hafenbecken das Fahren auf dem Wasser geübt.
Abends gab es für alle Teilnehmer ein großes Kegeltunier.
Mittwochs gab es dann für beide Gruppen einen Ausflug zur Doppelschleuse nach Dörverden. Dort angekommen konnten die Jugendlichen hautnah miterleben, wie ein Binnenschiff auf der Weser zu Berg oder zu Tal geschleust wird. Die Fachlehrer erklärten genau die Signale und die Beschilderung an der Schleuse und es konnte sogar die Bootsschleppe für die Kleinfahrzeuge in Augenschein genommen werden.
Der Donnerstag stand den Gruppen zur freien Verfügung. Da das Wetter schon zu werden schien war es schnell beschlossene Sache: Wir fahren an den Strand. Mit den drei Fahrzeugen der Gruppen ging es also nach Duhnen in der Nähe von Cuxhaven. Leider war es trotz der guten Vorhersage etwas diesig und anscheinend hatte jemand vergessen, die Wasserrechung zu bezahlen, denn man sah nur einige Kilo Watt. Aber dadurch ließen sich die Balver nicht entmutigen. Schnell war ein Klappspaten organisiert und es wurde fleißig am Strand gebaut. Neben einer überdimensionalen Schildkröte, die mit allerhand Algen und Strandgut verziert wurde, entstand auch auch ein riesiges THW-Logo im Sand. Im Watt konnten auch noch einige Wasservögel beobachtet werden. Nachdem dann irgendwann auch die Lunchpakete verzehrt waren, machte man sich auf den Rückweg nach Hoya. Zum Abschluss des Tages hatte sich das Küchenpersonal etwas ganz besonderes einfallen lassen. Als die Lehrgangsteilnehmer zurück waren, war ein Grillabend vorbereitet. Bei Fleisch und Würstchen vom Grill sowie leckeren Salaten ließ man den Tag gemeinsam ausklingen.
Freitags hieß es dann schon wieder: Sachen packen, Betten abziehen und alles im Fahrzeug verstauen. Nach einer kleinen Filmvorführung im Lehrsaal und einer Lehrgangsaussprache war man sich einig: „Hoya Wir kommen wieder! Ganz bestimmt!“
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