Hot Fire: 7 Personen vermisst
nach einer Explosion

Helferinnen und Helfer des THW Balve waren auf dem Übungsgelände in Dülmen.

Balve/Dülmen. Nach einer Explosion in einem Industriebetrieb werden sieben Personen vermisst. Gebäude sind eingestürzt, Gänge verschüttet. Zudem wird vermutet, dass chemiehaltige Dämpfe austreten.

In einem Trümmerfeld bei Nacht müssen sich die Retter besonders vorsichtig bewegen.

Ein Szenario, dass sicherlich nicht alltäglich ist, aber schneller eintreten kann, als einem lieb ist. Das beweisen immer wieder die Explosionen der Vergangenheit. Für den Technischen Zug des THW Balve steht die Verletztenbergung an oberster Stelle.

Bei völliger Dunkelheit, nur kleine Explosionsteile brennen, treffen die ersten Helfer des THW ein. Nach der Erkundung der Lage wird sofort mit der Suche nach Verletzten begonnen. Zwei Verletzte können schnell aus dem zusammengebrochenen Gelände geborgen werden, eine weitere Verletzte liegt jedoch eingeklemmt unter Trümmerteilen.

Eine Verletzte unter Trümmern ist gefunden worden. Helfer bemühen sich um die Bergung.

Die nachrückende Bergungsgruppe kümmert sich zunächst um die Einrichtung einer Beleuchtungsstrecke. Der Trümmerkegel ist in gleißendes Licht gehüllt. Doch um an die Verletzte heranzukommen, müssen Metallteile zerlegt werden, Trümmerteile entfernt werden.

Inzwischen kann auch die dritte Gruppe unter schwerem Atemschutz die Suche nach weiteren Vermissten aufnehmen. Sie dringen in ein Gangsystem ein, das jedoch vollkommen verqualmt ist. Nur zentimeterweise geht es voran, die Sicht ist gleich Null. Weitere vier Personen werden gefunden und können unter schwierigen Bedingungen geborgen werden.

Die Helfer des THW haben es geschafft. Unter schwersten Bedingungen wurden die Aufgaben erledigt, die Übung "Hot Fire" ist beendet.

Ein rund 25 Meter langer Steg wurde von den Helferinnen und Helfern gebaut.

Zuvor hatte es den ganzen Tag über an vier Stationen schon Ausbildung der Helferinnen und Helfer gegeben. Da ging es etwa um das Bewegen von schweren Lasten mit dem Hebenkissen, Spreitzer und Heber. An einer weiteren Station wurde das richtige Brennschneiden vertieft. Arbeiten mit dem Greifzug und den verschiedenen Umlenkrollen verdeutlichten den Helfern, war sie alles bewegen können. Und schließlich wurde eine Doppelsteg gebaut. Dieser wird nicht nur bei Hochwasser eingesaetzt, sonder auch um über Trümmerfelder zu gelangen.

Versorgt wurden die Helfer des Technischen Zuges wieder aus der eigenen Küche.




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