Pfingstzeltlager in Dülmen

Komm hol das Lasso raus…

…aber von Cowboy und Indianer konnte am Pfingstwochenende keine Rede sein, als die THW-Jugendgruppe aus Balve mit den 18 Jungen und Mädchen nach Dülmen aufbrach. Doch Lassos wurden trotzdem jede Menge benötigt, aber dazu später mehr. Freitags traf man sich um 18:00 Uhr an der Unterkunft in Balve. Nachdem alle da waren wurden die Fahrzeuge besetzt. Es ging ins Münsterland zum THW-Übungsgeländes des Ortsverbandes Dülmen. Hier angekommen wurden als erstes die Zelte aufgeschlagen. Im Anschluss sorgte die THW-Küche für ein schmackhaftes Abendessen. Da hiernach natürlich noch niemand müde war, hatten sich die drei Zeltlagervorbereiter, die aus den Reihen der Junghelfer gewählt wurden zusammen mit den Betreuern eine besondere Aufgabe ausgedacht, die nur etwas für ganz mutige war. Ein Gegenstand wurde etwa 500 Meter vom Zeltlagergelände unter einem Baum platziert. Nun war es die Aufgabe eines jeden Teilnehmers diesen von dort abzuholen. Jedoch ganz allein und im Dunkeln. Nichts leichter als das, dachten sich die meisten. Aber als dann das Gelände außer Sicht war und es auch noch durch ein kleines Waldstück ging wurde es dem einen oder anderen doch schon etwas mulmig. „Was war das für ein Geräusch?“ – „Sind das Schritte?“ – „Wer ist da?“, das sind nur einige der Gedanken, die den 10-17jährigen während ihres Ganges durch den Kopf gingen. Nachdem dann alle wieder gesund und munter auf dem Zeltlagergelände angekommen waren, wurden noch die Dienste, wie z. B. Spül- und Ordnungsdienste eingeteilt. Anschließend ging es in die soeben aufgestellten Feldbetten und Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück direkt ans Werk. In drei Stationen wurden Ausbildung gemacht. An der ersten Station ging es heiß her. Eine brennende Person musste gelöscht werden. Da sich aber niemand fand, der sich freiwillig anzünden ließ musste eine Übungspuppe zur Hilfe genommen werden. Auch hier zeigte sich, dass im Fernsehen und in der Theorie alles viel einfacher ist, als in der Praxis.

An Station Nummer 2 wurden die Kriechgänge des Übungsgeländes ausgiebig unter die Lupe genommen. Auch hier war es die Aufgabe, einen Verletzten aus einer misslichen Lage zu befreien. Natürlich durfte niemand ohne Sicherung in die Gänge. Also musste auch der Sicherungsgurt angelegt werden und zwei Leute den Sicherungstrupp bilden.

An der letzten Station ging es darum einen Verletzten ordnungsgemäß zu versorgen und anschließend im Schleifkorb über eine Art Hindernisparcour transportieren.

Nach dem Mittagessen ging es dann in die Innenstadt von Dülmen. Die Betreuer hatten eine Stadtralley vorbereitet. Mit etwas Geschick und Glück konnten alle Aufgaben gelöst werden. Und tatsächlich stellte sich bei der abendlichen Siegerehrung heraus, dass alle Gruppen relativ dicht zusammen lagen.

Der nächste Tag stand voll und ganz im Zeichen der Wettkampfvorbereitung. Schließlich wollen die Balver ihr Bundesland beim Bundeswettkampf, der im August in Wismar stattfinden wird, würdig vertreten. So wurde dann auch mit den anfangs erwähnten Lassos, also den THW-Arbeitsleinen gearbeitet und einige Dreiböcke gebunden, Beleuchtung aufgebaut und an einem Labyrinth gearbeitet. Zum Abschluss ließen sich noch einige Junghelfer zu einer Wette hinreißen: Ein Dreibockportal mit Querriegel sollte nach allen Regeln der Kunst innerhalb von 20 Minuten aufgestellt werden. Leider klappte es nicht ganz, aber wenige Minuten später stand alles wie geplant. Aber die Balver haben ja auch noch etwas Zeit bis zum Wettkampf, so dass noch etwas geübt werden kann.

Trotzdem waren sich, als es am Montag wieder nach Hause ging alle einig: „Das war eine Super-Sache, die wir bald wieder machen müssen!“




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