Balve. Übung muss sein! Und wo soll die Wassergruppe des THW Balve üben? Natürlich auf dem Wasser. Daher ist die viertägige Fahrt auf den großen Gewässern der Republik schon Tradition. Diesmal ging es aber nicht an die Weser, sondern in Richtung Rhein.
In Rünthe am Datteln-Hamm-Kanal wurden die drei Boote zu Wasser gelassen. Vor dem Nachtlager wurden noch rund 20 Kilometer in Richtung Dortmund-Ems-Kanal zurückzulegen.
Weil es am Vorabend so spät geworden war, hieß es am Donnerstagmorgen erst um ca. 10.45 Uhr „Fertig machen zum Ablegen!”, dann jedoch ging es schnell in den Dortmund-Ems-Kanal und schon nach kurzer Zeit weiter in den Rhein-Herne-Kanal. Nach fast 45 Stromkilometern und vier Schleusungen folgte am Abend das Abbiegen auf die Ruhr und das Aufstellen der Zelte unter der nächsten Brücke, um diese Nacht besser vor dem Regen geschützt zu sein.
Für Freitag war geplant, die Ruhr soweit hinaufzufahren wie sie schiffbar ist, also bis Rellinghausen, was ungefähr 40 Stromkilometern entsprochen hätte. Allerdings gab es Probleme mit den Schleusungszeiten und so musste auf halber Strecke umgekehrt werden, was aber immerhin den positiven Effekt hatte, dass wieder derselbe Liegeplatz gewählt werden konnte.
Am Samstag kam es zu einem der Höhepunkte der Tour, zur Fahrt auf dem Rhein, dessen hoher Wellengang vor allem dem leichten Mehrzweckboot zusetzte, aber auch die beiden schwereren Pontons wurden ganz schön durchgeschüttelt. Auf dem Rhein ging es bis kurz vor Wesel, genauer gesagt bis zur Einfahrt in den Wesel-Datteln-Kanal und von dort aus noch 48 Stromkilometer bis nach Flaesheim, wo erst um 22:40 zum letzten Mal übernachtet wurde.
Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre und so konnte die Fahrt bei strahlendem Sonnenschein fortgesetzt werden, eine willkommene Abwechslung zu den vorherigen Tagen.
Nach zehn Kilometern erfolgte bei Datteln die letzte Schleusung und die Einfahrt in den Dortmund-Ems-Kanal, nach weiteren drei Kilometern schließlich der Wechsel in den Datteln-Hamm-Kanal.
Von nun an musste nur noch der vom ersten Abend bekannte Weg bis Rünthe zurückgefahren werden, von wo aus es nach dem Aufladen heimwärts ging.
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