Balve. Das Gewitter des Sturmtiefs "Gertrud" am Samstagnachmittag, 20. Mai, dauerte keine halbe Stunde, dann war der Spuk wieder vorbei. Doch in diesen Minuten richteten die Orkanböen, die bis zu einer Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometern über das Land rasten, erhebliche Schäden an.
In Balve richtete die Feuerwehr sogar eine eigene Leitstelle ein, um die zahlreichen Meldungen koordinieren zu können. Kurz vor der Dunkelheit gegen 20 Uhr wurde auch das Technische Hilfswerk dazugezogen. Per Meldeempfänger wurden die Helfer der Schnelleinsatzgruppe zum Klingelnborn gerufen. Dort hatte der Sturm ein ganzes Waldstück platt gemacht. Bäume lagen auf dem einzigen Verbindungsweg zum Restaurant und Hotel Klingelnborn.
Kleine Baumgruppen standen noch am Straßenrand und drohten bei erneuerlichem Windanstieg umzustürzen. Der zuständige Forstebeamte ordnete daher aus Verkehrssicherungsgründen die sofortige Fällung der Bäume an.
Zunächst jedoch wurden die Risikobäume beseitigt, die teilweise unter erheblicher Spannung standen und so eine besondere Gefahr darstellten. Mit Vorsicht und Bedacht gingen die Balver THW-Helfer zu Werke und setzten auch die Seilwinde des GKW ein.
Da es zwischenzeitlich dunkel wurde musste zudem die Beleuchtung aufgebaut werden.
So konnte auch an verschiedenen Stellen gleichzeitig gearbeitet werden, während eine Helferin mit einer Alarmsirene den nahen Waldrand beobachtete und so sofort warnen konnte, wenn von hier ein weiterer Baum umzustürzen drohte.
Nach rund drei Stunden waren alle Bäume beseitigt bzw. gefällt, die Einsatzstelle konnte wieder verlassen werden.

Am anderen Morgen wurde das Ausmaß des Sturmschadens so richtig deutlich.