THW-Jugendgruppe im Bergwerk
und bei der DASA
Balve/Dortmund. Einen „tollen Tag“ in Dortmund erlebten die Jungen und Mädchen der THW-Jugendgruppe aus Balve.
Um 9 Uhr trafen sie sich an der Unterkunft um mit den Fahrzeugen nach Dortmund-Bövinghausen zur Zeche Zollern zu fahren. Hier wurde den Jugendlichen bei einer Führung anschaulich der Arbeitsalltag eines Bergmannes erklärt. In der Kaue des Bergwerks konnte man im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ mit welcher Schutzausrüstung die Bergleute früher und zum Teil auch heute noch arbeiten. Vom Knieschoner über Schutzhelm bis zur Bergmannsunterhose in Standardgröße wurde alles gezeigt und ausführlich erklärt. In der großen Lohnhalle der Zeche, die mehr an eine Kirche als an ein Bergwerk erinnert wurde dann über die Entlohnung und auch noch einmal über die Arbeitsbedingungen vergangener Zeiten diskutiert. Von der Lohnhalle ging es weiter zur Maschinenhalle mit der großen Schalttafel. Hier wurde auch der Arbeitsplatz des Fördermaschinisten besichtigt, der die großen Förderkörbe immer an genau der richtigen Stelle, nämlich auf der richtigen „Sohle“ anhalten musste.
Zum Schluss wurde natürlich noch der Förderturm bestiegen. Hier wurde es dem ein oder anderen schon etwas flau in der Magengegend... Die Führerin erklärte den Jugendlichen, wie früher hier die Loren mit der Kohle auf ein Förderband entladen wurde. Zum Abschluss der Führung durfte, wer wollte, auch einmal das Glockensignal für den Fördermaschinisten betätigen. An dieser Stelle musste sich die Führerin leider verabschieden, weil bereits die nächste Gruppe am Eingang wartete.
Und auch die THW-Jugendgruppe machte sich auf den Weg zur nächsten Attraktion des Tages: Es ging zur Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA). Hier angekommen, gab es zunächst das Mittagessen, dass die THW-Küche bereits vorbereitet hatte. Es gab Kartoffel- oder Nudelsalat mit heißen Würstchen.
Pünktlich um 14 Uhr traf man in der Eingangshalle der DASA ein, wo bereits ein Führer wartete. Hierzu muss gesagt werden, dass die DASA ein Anfass- und Mitmachmuseum ist, wo fast alle Geräte und Exponate angefasst und ausprobiert werden können. In der Druckerei konnten Blätter mit Maschinen aus längst vergangener Zeit bedruckt werden. Dann wurde das Wrack des Unfall-LKW aus Herborn angeschaut. Fotos an der Wand bezeugen die unglaubliche Wucht der Explosion. In der Straßenbahn durfte ein Junghelfer den Job des Bahnführers ausprobieren, der zur damaligen Zeit alles andere als angenehm war. Im Tiefbau-Bereich konnten neuartige Maschinen mit Saugnäpfen zum Setzen von Bordsteinen bewundert werden. Schließlich kam man in die große Stahlhalle wo die gewaltigen Abmessungen des großen Lichtbogenofens beeindruckten. Am Ende der Führung hatten alle noch mal die Gelegenheit, alle Arbeitsplätze selbst auszuprobieren oder sich einfach nur mit Hilfe von Kopfhörern durch das Museum führen zu lassen.
Während die einen sofort im Cockpit des Airbus A320 verschwanden, wollte die andere Gruppe unbedingt ein Kraftwerk aus der großen Leitzentrale steuern. Eine weitere Gruppe machte eine Tour mit der „Geisterbahn“ durch verschiedene Unfallszenarien. Am Ende traf man sich wieder in der Eingangshalle um wieder nach Balve zu fahren.
Alle waren begeistert: „So etwas müssen wir bald noch einmal machen!“, hieß es von allen Seiten.
Die Jugendgruppe für Mädchen und Jungen im Alter von 10 18 trifft sich das nächste Mal am Samstag, 19. März von 14-18 Uhr. Dann soll es um die Themen „Einsatzlehre, Einsatzgrundsätze“ und „Verhalten im Einsatz“ gehen.
|