THW Balve "rettete" auch die Polizei
Balve. Nach schweren Schneefällen vom 28. bis 30. Januar frischte am vorletzten Januartag der Wind dermaßen auf, dass es in Höhenlagen zu Schneeverwehungen kam. In der Nacht eilte die Polizei zu mehreren liegengebliebenen Fahrzeugen zwischen dem Hönnetal und Eisborn. Mit vereinten Kräften half man sich gegenseitig, die Fahrzeuge wieder flott zu bekommen.
Für drei Fahrzeuge reichte der gemeinsame körperliche Einsatz gegen 1.30 Uhr am 31. Januar allerdings nicht mehr aus. Eingeschlossen von rund einem Meter hohen Schneewehen harrten fünf Menschen, darunter auch die Polizei aus, und hofften auf den Schneeräumdienst. Dieser konnte jedoch nicht helfen, so dass schließlich um 2.45 Uhr das Technische Hilfswerk Balve alarmiert wurde. Denn durch den schneidenden Wind konnte auch die Autoheizung nicht mehr viel ausrichten. Zur Müdigkeit kam die Kälte - die Lage spitzte sich daher zu.
Nur 45 Minuten nach der Alarmierung traf das THW Balve an der Horster Straße mit dem MTW und dem Kranwagen, der bereits bei den einsetzenden Schneefällen mit Ketten versehen worden war, ein. Für das große Fahrzeug bereiteten die hohen Schneewehen keine Mühe.
Nach vereinter Suche nach den Abschleppösen, jedes Fahrzeug hat sie woanders, konnten so die Autos über eine Strecke von rund 100 Meter frei gezogen werden. Als letzter Personenwagen wurde auch der Streifenwagen der Polizei auf die wieder befahrbare Strecke gezogen, sehr zur Erleichterung der beiden Beamten. Zur Erinnerung an diesen Schneeeinsatz machte die Polizeibeamtin noch ein Foto mit ihrem Handy. Denn allzu oft wird dies in der heimischen Region nicht vorkommen - "Eingeschlossen vom weißen Tod".
Inzwischen war zudem ein Lkw von einer Schneewehe eingeschlossen und musste frei gezogen werden. Nach fast drei Stunden war der erste Einsatz im Jahr 2004 beendet.