Ein Sattelzug voll Kleidungsstücke
für die Kinder im iranischen Bam
Ortsbeauftragter Josef Weber (m.) hat mit derartig vielen Spenden nicht gerechnet.
Balve. Überwältigend war die Hilfsbereitschaft nach dem Aufruf des Technischen Hilfswerkes Balve, warme Winterkleidung für die Kinder im iranischen Bam zu spenden. Ein Sattelzug voll Kleidungsstücke kann zur Hauptsammelstelle nach Heiligenhaus gebracht werden. "Damit hatte ich nicht gerechnet", so Ortsbeauftragter Josef Weber. Schließlich war zwischen Aufruf und Spende nur ein Tag vergangen.
Zehn Helferinnen und Helfer des THW Balve hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. Denn die gebrachten Kleidungsstücke wurden sogleich nach entsprechendem Alter sortiert und in Kisten verpackt und mit Packzetteln versehen. So ist gewährleistet, dass die Kleidungsstücke ohne weitere Sortierung direkt bis in die Stadt Bam gelangen können und dort sofort die Verteilung beginnen kann.
Kleiderspenden kamen nicht nur aus Balve, besonders auch aus Menden und dem weiteren Einzugsgebiet des THW aus Neuenrade und Plettenberg. Oft standen gleich mehrere anliefernde Fahrzeuge vor der Unterkunft.
Im Gruppenraum stapelten sich schnell die Kisten und Kleidersäcke. Teilweise wurden nagelneue Sachen gebracht. "Wir haben das gerade erst gekauft, doch die Kinder im Iran brauchen es nötiger", war oft zu hören. Auch Kaffeekassen in Praxen und Firmen wurden geplündert, um nagelneue Kleidung zu kaufen und sie dem THW zu geben.
Noch in dieser Woche werden die verpackten Sachen weiter nach Heiligenhaus transportiert. Hier werden sie kurzfristig zwischengelagert, ehe sie in den Iran gebracht werden. Dort nehmen die THW-Helfer die Kleidung in Empfang und in enger Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen werden die nicht nur in Balve gesammelten Kleidungsstücke an die Bevölkerung verteilt. Damit ist gewährleistet, dass die Spenden auch direkt die Hilfsbedürftigen im iranischen Erdbebengebiet erreichen.
Nach den Bergungseinsätzen des THW mit Suchhunden und technischem Suchgerät sofort nach dem Erdbeben steht nun die Versorgung der Bevölkerung im Mittelpunkt. Mit Wasseraufbereitungsanlagen, Zelten und weiteren Hilfsgütern sind zahlreiche freiwillige Helfer vor Ort in der am zweiten Weihnachtstag dfast vollständig zerstörten Großstadt im Iran.