Rund 100 Helfer durch eine Fläche
größer als das Saarland geleitet
THW-Ortsbeauftragter Josef Weber begrüßt die Hilfsorganisationen in der Unterkunft.
Balve. Obwohl in diesem Jahr nicht ganz so viele Fahrzeugbesatzungen an der größten Funkübung im Sauerland teilnahmen, hatte die Leitstelle in der THW-Unterkunft genug zu tun. Zudem gab es mit dem Malteser-Hilfsdienst aus Menden einen neuen Teilnhemer.
Insgesamt nahmen der Malteser-Hilfsdienstes aus Menden und Balve, das DRK aus Menden, Hemer und Neuenrade, Feuerwehren aus Balve und Lendringsen sowie das THW Iserlohn neben dem eigenen Ortsverband aus Balve teil. Immerhin kamen fast 100 Helfer zusammen, die mit 22 Fahrzeugen an der Übung teilnahmen.
Auf einer Fläche, größer als das Saarland, mussten die Fahrzeugführer nach den Angaben der Beifahrer verschiedene Koordinatenpunkte im Märkischen Kreis und dem Hochsauerlandkreis anfahren. Doch damit nicht genug: die Richtigkeit der Koordinaten wurde überprüft anhand von Fragen. "Einen Moment, wir prüfen das", kam dann meistens die Antwort und mit kriminalistischem Spürsinn wurde nachgeforscht, mit wieviel Nägeln ein Kreuz zusammengezimmert worden war oder wieviel Personen am Ehrenmal barfuß stehen.
Zur Belohnung der richtigen Antwort gab es dann eine neue Koordinate und die Fahrt ging weiter. Natürlich mussten dabei auch die Funker alles geben, denn oft gab es in den Tälern Funklöcher und ein anderer Standort musste gesucht werden, bevor der Kontakt nach Balve zustande kam.

Zwischendurch absolvierten jeweils eine Fahrzeugcrew noch zusätzliche Aufgaben im Rahmen einer kleinen Übung. Eine vermisste Person musste in unwegsamen Gelände gefunden, geborgen und versorgt werden.
Die Funkübung wird vom Technischen Hilfswerk Balve schon seit den 70er Jahren veranstaltet. Zunächst fing alles damit an, den Kraftfahrern das Fahren bei winterlichen Bedingungen beizubringen. Deshalb ging es immer ins Hochsauerland. Nach und nach kamen immer mehr Hilfsorganisationen dabei, so dass aus ursprünglich vier Fahrzeugen bis zu 32 durch den Kreis geleitet wurden. Im Laufe der Zeit wurden zudem die Fragen verfeinert und echte Übungen während der Nacht eingebaut, bei der sogar gelöscht und Verletzte geborgen werden mussten. In diesem Jahr ließ man es etwas ruhiger angehen.
Am Ende der Übung waren nach rund 14 Stunden alle zufrieden mit der Funkbetriebsübung, auch wenn man mal etwas aus der Leitstelle, die in der Unterkunft des THW Balve eingerichtet war und insgesamt zwei unabhängige Funkkreise koordinierte, nicht richtig verstanden wurde. Doch gerade der Funkverkehr, der bei Großschadenslagen wichtig ist, sollte geübt werden. Uns so hat sich letztendlich wieder einmal mehr gezeigt, dass alle Hilfsorganisation auf der richtigen Wellenlänge zusammen funken.