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THW OV BALVE

THW Balve rettete internationales Reitturnier

Das Reitturnier in Balve-Wocklum mit internationalen Spitzenstars - unter anderem den Weltmeistern im Springreiten und der Dressur - drohte nach dem ersten Tag in einem Chaos zu ertrinken. Schuld daran war ein zu kleines Stromhäuschen, dass den Strombedarf an und um den Reitplatz herum nicht mehr decken konnte.
Am frühen Abend bildete sich daher ein Krisenstab von Turnierleitung und Technischem Hilfswerk. Rund 80 kVA fehlten einfach. Die Küche mit ihren zahlreichen Stromgeräten konnte nicht mehr betrieben werden. Schnell wurde der Stromwagen des THW herbeigeordert, der immer bis zu 100 kVA liefern kann.
Doch genau so schnell stellte sich ein weiteres Problem ein. Dort, wo der Standort vorgesehen war, nämlich in der Nähe der Küche, konnte er nicht bleiben. Die Nähe zum Dressurplatz brachte nämlich den Dressurleiter auf den Plan, der kategorisch den Stromwagen ablehnte. Zu viel Krach für die empfindsamen Pferde.


Mit einem kleinen Boot wurde das Drahtseil über den Teich gezogen und anschließend das Kabel angehängt.


Schließlich einigte man sich darauf, den Wagen rund 100 Meter weiter weg zustellen. An sich kein Problem, doch dazwischen befand sich ein rund 50 Meter breiter Teich. Das 63 Ampere-Kabel auf den Grund des Sees zu legen erschien den THW-Helfern zu riskant. Daher wurde es oberhalb verlegt. Mit Hilfe eines Seilzuges wurde ein Drahtseil von einem Ufer zum anderen gespannt und anschließend das Kabel einfach daran aufgehängt. Eine Gefahr von Wasserschäden war somit ausgeschlossen.
Die nächsten zwei Tage lief der Stromwagen ohne Probleme und auch die Fernsehübertragungen von diesem internationalen Reitsportereignis waren so gesichert. Einmal mehr konnte das THW Balve mit seinem Aggregat schnelle Hilfe leisten.

 Stand: 20.07.2002