Training für Fahrer und Funker

Rund 130 Helfer der verschiedensten Organisationen trafen sich in der THW-Unterkunft in Balve.
Balve. Rund 130 Helfer von DRK, MHD, Feuerwehr und THW waren am vergangenen Samstag im Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis unterwegs, um zusammen zu funken. Das Technische Hilfswerk Balve hatte zur größten Funkbetriebsübung des Sauerlandes eingeladen.
Rund 130 ehrenamtliche Helfer aus Iserlohn, Hemer, Menden, Neuenrade und Balve trafen sich an der Unterkunft in der Glärbach, um zunächst Kartenmaterial und die ersten Koordinaten in Empfang zu nehmen. THW-Ortsbeauftragter Josef Weber hatte zuvor noch einmal darauf hingewiesen, dass in diesem Jahr wiederum mehr Fahrzeuge an der Übung teilnehmen, als jemals zuvor.
Insgesamt 33 Funkbetriebsstellen galt es von der Leitstelle, die in der Unterkunft eingerichtet worden war, zu bedienen. Moderne Computertechnik erleichterte den Helfern die Arbeit. Auf dem, Bildschirm konnten sie metergenau den derzeitigen Standort nach Angabe der Koordinaten ausmachen. Auf die Fahrzeugbesatzungen wartete an den entsprechenden Koordinaten-Punkten eine kleine Aufgabenliste.
In der Leitstelle herrschte reges Treiben, um die 33 Fahrzeuge durch zwei Kreise zu leiten.
Welche Farbe hat der Blechhahn oder womit ist das Gelände eingezäunt war dann zu hören. Die Antworten mussten über Funk korrekt abgegeben werden, wollte man einen neuen Zielort per Koordinate bekommen. Dabei kam es dann auch vor, dass auf einmal die Polizei vor den THW-Helfern stand. Aufmerksame Nachbarn hatten böses vermutet, als die Helfer nach den Antworten suchten.
Eine kleine fahrerische Finesse gab es dann im Laufe der Nacht auf dem Truppenübungsgelände in Deilinghofen. Hier hieß es Nerven behalten, als es einen steilen Berg hinunterging. Zudem musste ein paar hundert Meter rückwärts gefahren werden, um möglichst nah an einer Wand zum Stehen zu kommen. Zudem durfte jeder einmal beweisen, wie gut er sich im Dienstafahrzeug auskennt. Denn die Frage lautete: Wo befinden sich Warndreieck und Verbandskasten? Waren diese Aufgaben erledigt, ging die Fahrt weiter durch das Sauerland.

Auf dem Truppenübungsgelände Deilinghofen mussten die Fahrer zeigen, wo es lang geht.
Auf zwei Funkkreisen im Märkischen Kreis und dem Hochsauerlandkreis wurden die Fahrzeuge der Feuerwehren der Stadt Balve und Lendringsen, des Deutschen Roten Kreuzes aus Hemer, Menden, Balve und Neuenrade, des Malteser-Hilfsdienstes aus Balve und des THW aus Iserlohn-Kalthof und Balve geführt. Zwischendurch sorgte die Küche des Ortsverbandes für eine kräftigende Mahlzeit. Und so manche Erfahrungen wurden bereits ausgetauscht.
Am nächsten Morgen - nach 15-stündiger Funkübung - trafen sich die Helfer wieder in der Unterkunft zur Besprechung. Fazit: einiges klappte nicht, weil Funkgeräte ausgefallen waren, doch mittels Handytechnik ging es dann weiter. Und auch im nächsten Jahr wollen alle an der größten Funkbetriebsübung im Sauerland wieder teilnehmen.