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Mittwoch, 2. Oktober 2002

 

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THW OV BALVE

  

CDU besuchte THW

Balve. Der CDU-Vorstand besuchte den Ortsverband des Technischen Hilfswerkes. Sie wollten sich über die Hilfsmöglichkeiten und über den Einsatz von Helfern in den Hochwassergebieten an der Elbe informieren.
Ortsbeauftragter Josef Weber begrüßte die starke Fraktion im Gruppenraum und führte sie dann durch das Gebäude. Helfer des THW hatten in der großen Fahrzeughalle und dem Außengelände derweil die Gerätschaften aufgebaut. So konnten sich die CDU-Mitglieder von der technischen Vielfalt überzeugen und erhielten zudem einen Einblick in die Möglichkeiten, die ein technischer Zug hat.
Josef Weber informierte dann bei einem kleinen Imbiss die Gäste darüber, wie auch das THW in der heimischen Kommune eingesetzt werden kann. „Dazu muss es nicht erst zur Katastrophe kommen“, erklärte er, dass die Helfer auf Anforderung der Stadtverwaltung, der Kreisleitstelle oder der Polizei sofort ausrücken können.
Die CDU-Mitglieder interessierte natürlich die Kostenfrage. Doch auch da konnte der THW-Ortsbeauftragte beruhigen. „Wenn andere im Einsatz befindliche Organisationen, wie die Feuerwehr, keine Rechnungen schreibt, verzichtet das THW natürlich auch darauf.“ Er betonte dabei, dass Anforderungen durch die Polizei - etwa Ausleuchten von Kontrollstellen oder Tatorten - grundsätzlich nach einer Vereinbarung mit dem Innenministerium des Landes kostenfrei sind.
Doch die Gäste, die zuletzt, so Vorsitzender Thomas Gemke, wohl vor 12 Jahren das THW besuchten, wollten auch etwas über den Einsatz im Hochwassergebiet hören. Insgesamt 13 Helfer waren nach Lauenburg und Dresden gerufen worden. Drei Führungskräfte erteilten gerne Auskunft: „Als wir da ankamen, kitzelte uns das Wasser auf der Deichkrone an den Zehen.“ Sie erzählten auch von ihren Gefühlen und den Eindrücken, die sie dort sammeln konnten. „Was man im Fernsehen gesehen hat, war kein Einzelfall, sondern Realität“, meinten sie und nachdem die Flut zurückgegangen sei, wäre es noch furchtbarer gewesen.
Doch das, was die THW-Helfer dort erlebt haben an Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung, sei unübertroffen gewesen. „Ich glaube, wir haben während des Einsatzes zugenommen“, wussten sie zu berichten von den Bewohnern der betroffenen Gebiete, die sogar nachts mit Lunchpaketen kamen und die Helfer versorgten. „Das war schon unglaublich.“
Josef Weber erläuterte abschließend, dass natürlich THW-Helfer auch von der Bundeswehr freigestellt werden können. Sie müssen sich dann für sechs Jahre zum Dienst beim THW verpflichten. „Es kann jeder mal vorbeischauen, wenn wir Dienst haben“, lud er auch die CDU-Mitglieder ein. Weitere Information über das Technische Hilfswerk Balve gibt es auch im Internet unter http://www.thw-balve.de.