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Freitag, 30. August 2002

 

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THW OV BALVE

  

Balver THW-Helfer
sind wieder zu Hause

Balve. Am Donnerstagabend erreichten die 12 Helfer des Technischen Hilfswerkes Balve, die zur Deichsicherung in Lauenburg waren, wieder den heimischen Ortsverband.
Die Balver THW-Helfer stellten am 30. August die Einsatzbereitschaft wieder her. Die NRW-Fahne wehte im Zeltlager über den Balver Häuptern.


Müde von den 12-stündigen Einsatzzeiten machten sie sich am Donnerstagabend in die Betten, ehe sie am Freitag noch einmal zur Reinigung der Geräte und zu einer kleinen Nachbesprechung des Hochwassereinsatzes zusammen kamen. Dabei wurde deutlich, dass sie gerade in den ersten Tagen des Einsatzes auch nicht gerade ungefährlich hinter dem Deich gearbeitet haben. Denn immerhin bestand immer noch die akute Gefahr eines Deichbruchs.
„Täglich flogen auch die Tornados über uns“ berichtete ein Helfer. Die Deichkronen durften mit Fahrzeugen nicht befahren werden. Nur Deichläufer waren erlaubt. Selbst an den Deichfüßen war das Fahren mit Kraftfahrzeugen verboten. So mussten die Balver Helfer am Sonntag zunächst einen Deichabschnitt ausleuchten, bei dem das Wasser bis zur Krone stand.
Die nächsten Tage waren die THW-Helfer damit beschäftigt, die nächtliche Beleuchtung in sieben Deichabschnitten aufrecht zu erhalten. So war die Gewissheit gegeben, dass durchsickerndes Wasser schnell registriert werden konnte.
Tagsüber hielten sich die Helfer nach einer Schlafpause in „Gallischen Dorf“ auf. So wurde das Zeltlager in Schwarzenburg getauft, in dem sich 800 THW-Helfer aufhielten. „Die Küche war gut“, lobten die Balver Helfer die Verpflegung. Auch sonst hatten sie Hochachtung vor der Leistung der THW-Einsatzleitung, die die Koordination in die Hände genommen hatte. Alles klappte ausgezeichnet, Reibungsverluste gab es so gut wie keine.
Nachdem die Elbe um Lauenburg deutlich sank, zeichnete sich am Mittwoch das Ende des THW-Einsatzes in Niedersachsen an. Daher wurden alle THW-Helfer und die Bundeswehrsoldaten zu einer Sandsackparty geladen, bei der es mit Live-Musik richtig rund ging, ehe am Donnerstagmittag die Reise in die Unterkünfte begann. Das Gallische Dorf wird wohl an diesem Wochenende aufgelöst.
Doch die Einsätze des THW sind noch nicht beendet. Immer noch werden Keller im Bereich Dresden leer gepumpt. Hier befindet sich derzeit noch ein THW-Helfer aus Balve im Einsatz, zusammen mit dem Iserlohner Technischen Hilfswerk.